19.04.2009: Duathlon Güdingen

19. April 2009

Nach 2005 und 2008 war dies heute mein 3. Start beim Grenzlandduathlon in Güdingen über die Distanzen 10-37-5, wobei sich die schlimmsten Befürchtungen der letzten Tage nicht bewahrheiteten:

Das Wetter: Nachdem es von Donnerstag Nachmittag bis Samstag Abend geregnet hatte, konnte ich den für Sonntag prognostizierten Wetterumschwung fast nicht glauben, zum Glück kam aber tatsächlich am frühen Sonntag Morgen die Sonne wieder zum Vorschein, so dass bis auf eine Wakdpassage sogar die komplette Radstrecke wieder abgetrocknet war. Es war zwar noch relativ kühl, für einen Wettkampf aber nahezu ideal. Etwas störend empfand ich nur den starken Gegenwind auf der B 51!

Meine „Form“: Dass von nichts nichts kommt, wird mir bei jedem Wettkampf gezeigt. Nachdem ich in 2009 bislang ca 300 km mit dem Rennrad gefahren bin, davon keinen einzigen flott, war es schon sehr optimistisch, nun ausgerechnet im Wettkampf 37 km auf einer anspruchsvollen Strecke fahren zu wollen. Ich hätte dies auch sicherlich nicht getan, wenn ich im Laufe des Jahres weitere Möglichkeiten hätte, an einem vergleichbaren Wettkampf teilzunehmen, doch leider ist Güdingen der einzige Duathlon in der Nähe, bei dem mit dem Rennrad gefahren wird. Zu allem Elend hatte ich in den letzten Wochen auch beim Laufen nicht das Gefühl über einen längeren Zeitpunkt, ein Tempo von ca 4:30 min/km laufen zu können.

Ein Rückblick: 2005 war ich mit großen Erwartungen (Zielzeit ca 2:25 Stunden) an den Start gegangen, war insofern von meiner Endzeit 2:32 mehr als nur ein bisschen enttäuscht. 2008 dann ein fulminantes Comeback, nachdem ich ohne Erwartungen einfach nur mitmachen wollte, meine Zeit von 2005 dann um 10 Minuten unterbot und mit meiner Endzeit von 2:22:22 überaus zufrieden war. So zufrieden, dass ich unmittelbar nach dem Zieleinlauf mein Zeitziel für 2009 mit 2:15 – 2:20 ausrechnete.

Der Wettkampf 2009:

1. Laufstrecke: Entgegen meiner Befürchtung gelang es mir auf der ersten Laufstrecke von 10 km gemeinsam mit Chris Rose völlig problemlos vergleichsweise locker im geplanten Tempo von 4:30 min zu laufen, so dass ich knapp unter 45 min in der Wechselzone einlief.

Radfahren: Auf dem ersten Teilabschnitt hatte ich mich so gut gefühlt, dass ich sicher war, auf dem Rad Bäume ausreißen zu können, doch bei der Radfahrt selbst hatte ich dann mit dem ein oder anderen Problemchen zu kämpfen. Eine verschnupfte Nase, eine lockere und klappernde Trinkflasche im Aerolenker, die ich aber entgegen meiner Befürchtung nicht verloren habe, der oben bereits erwähnte heftige Gegenwind auf der B 51, meine spätestens auf der 2. Radrunde doch etwas unwilligen Beinchen, ….

Dabei schien auf der 1. Radrunde noch alles prima zu funktionieren, nachdem ich dort bereits Schoppy und Californiagirl aus dem Laufen-im-Saarland-Forum überholt hatte, die beide erheblich schneller als ich gelaufen waren. Gestoppt habe ich die beiden Runden nicht, wahrscheinlich habe ich aber für die 2. Runde erheblich länger gebraucht, so dass ich nicht unter 2 Stunden sondern erst nach ca 2:02 Stunden auf die 2. Laufstrecke ging.

2. Laufstrecke: 5 km können sooo lang sein, vor allem dann, wenn man mit einem Runners Low zu kämpfen hat. Nachdem mir bereits beim Wechsel klar war, dass ich meine Vorjahreszeit nicht schaffen kann, sahen meine Beine offenbar keine Veranlassung, mehr als ein Jogging-Tempo anzuschlagen. Dies änderte sich erst, als quasi auf der Zielgerade mein Schwimm-Trainingspartner Nihat an mir vorbei flog, der erstens erheblich besser laufen als schwimmen kann und zweitens in seinem Schlepptau das kalifornische Mädchen mit sich führte, die mich zu einem Schlussspurt motivieren wollte. Tatsächlich konnte ich mich dann noch zu etwas flotteren 200-300 m aufrappeln, so dass ich nur wenige Sekunden nach ihr in einer Zeit von 2:26:37 das Ziel erreichte.

Die Aussicht für 2010: Falls ich auch dann von Dezember bis Februar gar kein Rad fahre, werde ich mir diesen Wettkampf sicherlich kein 4. mal antun. Positiver formuliert kann die Maxime insofern nur lauten, in dem genannten Zeitraum jede Gelegenheit zur Radfahrt zur nutzen.

[Ergebnislisten]

[Fotos von Sockenboy Markus]

[Bericht auf www.ltf-marpingen-triathlon.de.vu] (meine VereinskollegInnen waren zum Glück „etwas“ erfolgreicher als ich selbst :-)


12.10.2008: Crossduathlon Morbach

12. Oktober 2008

Ich habe nicht schlecht gestaunt, als mich vor einigen Wochen die Sprintmaus nach jahrelanger Wettkampfabstinenz darum gebeten hat, sie zum Crossduathlon im ca 75 km entfernten Morbach anzumelden.

Bei 9 € Startgeld für die Sprintdistanz (2 km Laufen – 10 km MTB – 2 km Laufen) hielt sich das finanzielle Risiko zum Glück in Grenzen, denn es war klar, dass wir bei strömendem Regen nicht zum Wettkampf fahren.

In Morbach angekommen war ich zunächst einmal positiv davon angetan wie schön der Veranstaltungsort mitten im Wald gelegen ist, wobei nach Anblick des nahen Spielplatzes klar war, dass es zumindest Nils nicht langweilig werden würde.

Spielplatz Morbach

Spielplatz Morbach

Nachdem wir überaus zeitig angereist waren, stand mein gutes, altes Specialized Stumpjumper lange Zeit ganz einsam und verlassen in der Wechselzone, die aus Baugerüsten bestand.

Pünktlich um 11:10 Uhr fand dann der Start der kleinen aber feinen Veranstaltung statt, bei der neben den Einzelstartern auch diverse Staffeln am Start waren.

Crossduathlon - 1. Lauf

Crossduathlon - 1. Lauf

Nach 10:20 min hatte Simone die erste Laufstrecke beendet, insofern sollte sich auf dem MTB zeigen, inwiefern sie in der Lage war, die Vorgabe „unter einer Stunde“ zu erreichen.

Sprintmaus on tour!

Sprintmaus on tour!

Als sich sie beherzt in die Pedale treten sah, war ich aber guter Dinge, dass das bei weniger als 100 Jahreskilometern doch sehr ehrgeizige Ziel möglich sein sollte. Leider oder zum Glück sah ich dann nicht wie sie nach der 10-km-Runde wieder zurück in die Wechselzone kam, denn Nils und ich hatten den Spielplatz natürlich lange noch nicht abgespielt.

Dann war ich regelrecht schockiert, als ich sie humpelnd (!), mit Helm auf dem Kopf (!!) und mit blutverschmiertem Knie (!!!) ein zweites mal auf der Laufstrecke sah, weil sie ganz zum Schluss der Radtsrecke gestürzt ist.

Bei Übergabe des Helms rief sich mir noch zu, dass sie nicht sicher sei, ob sie überhaupt noch die 2 km laufen könne. Nachdem die Uhr zu diesem Zeitpunkt bereits 48 min zeigte, konnte ich mir bei ihrem Humpeltempo kaum vorstellen, dass sie in diesem Fall die 60 min Grenze unterbietet. Umso erfreuter war ich dann, als ich sie bereits nach 58:24 min ins Ziel (nun wieder) laufen (!!!) sah.

Nur die Harten kommen in den Garten

Nur die Harten kommen in den Garten


Duathlon Güdingen 27.04.2008

28. April 2008

Meine 2. Teilnahme beim Duathlon Güdingen über die Langdistanz (10 km Laufen – 37 km Radfahren – 5 km Laufen), wo ich 2005 eine der größten Enttäuschungen erlebte, als ich statt der errechneten Endzeit von 2:25 Stunden 2:32 brauchte.

1. Lauf: Leider bin ich am Anfang doch ein bisschen zu schnell losgelaufen (2 km in 8:21), aber danach pendelte ich mich bei einem Tempo von 4:30 min/km ein, so dass ich unter 45 min in der Wechselzone ankam. Das war sogar ein bisschen schneller als 2005, mit dem großen Unterschied, dass ich damals stehend k.o. war, heute aber frohen Mutes aufs Rad sprang, so dass ich bereits nach 45:20 min auf der Radstrecke war.

Radfahren: Die Strecke mit der langen, zweimal zu fahrenden Steigung hat es wirklich in sich, zu gut konnte ich mich noch an meine Fahrt aus 2005 im 27er-Schnitt erinnern, doch offenbar hatte es sich gelohnt, dass ich die Strecke im Training immerhin 4 mal abgeradelt war. Bei einem Schnitt von 30,2 km/h brauchte ich ca 1:13-1:14 Stunden, überholte an der letzten Steigung noch einige Leute und war bereits nach 1:59 Stunden wieder in der Wechselzone, 2:30 sollte also gar kein Problem sein. :-)

2. Lauf: Nachdem ich mich auf dem Rad richtig verausgaben konnte, waren für den abschließenden Lauf nur noch ein paar Körner übrig, mit meiner Laufzeit von 22:50 min konnte ich aber die für mich persönlich sensationelle Endzeit von 2:22:24 min erreichen, unterbot damit meine Wunschzeit von 2:30 und sogar meine Traumzeit von 2:25 Stunden deutlich.

Bilder von Ralph Klein (Auf seiner Homepage www.running-turtle.de gibt es weitere Fotos), der leider verletzungsbedingt nicht teilnehmen konnte.

Ergebnisliste und Bilder vom Veranstalter auf www.tv-guedingen.de


17.04.2005: Duathlon Güdingen 2005

17. April 2005

Hier mein Bericht von meiner letzten Teilnahme beim Duathlon in Güdingen als Einstimmung auf den 27.04.2008:

Meine 2. Teilnahme beim Duathlon in Güdingen, wobei ich mich erstmals an die längere Distanz (10 – 40 bzw wohl eher 37 – 5) heran wage.

Nachdem es am Samstag Abend noch gewittert hatte, war das Wetter zum Wettkampf bis auf einen teilweise böigen Wind ganz annehmbar. Trotzdem hat der ein oder andere Schönwetterathlet, der vorangemeldet war, lieber auf einen Start verzichtet.

Nachdem ich die erste Hürde (Einchecken meines Rades bei Nachwuchskampfricher Wehaka aus dem EMU5-Forum) gemeistert hatte, lief ich mich kurz warm. Dabei bin ich in 15 Minuten maximal 2 km incl. zweier kurzer Steigerungen gelaufen.

Pünktlich um 9:30 erfolgte dann der Start, wobei der vorher einsetzende Nieselregen zum Glück gleich wieder aufhörte.

Den Lauf wollte ich ganz bewusst gemütlich angehen, d.h. in einem Schnitt von 4:30 min/km. Dieses Tempo habe ich auch sehr genau getroffen, allerdings erreichte ich bereits auf dem 7. km einen Puls von 181, womit ich eigentlich 4:15 min/km laufen kann. (?)

Als ich dann nach knapp über 45 Minuten die Wechselzone erreicht hatte, stellte ich mir insgeheim die Frage ob es nun überhaupt Sinn macht, das Rad zu besteigen, denn ich fühlte mich fast so kaputt wie nach einem Volkslauf. Ich bin mir sicher, dass ich aufgehört hätte, wenn das auf meiner Homepage nicht die ganze WWWelt nachlesen könnte!

Beim Radfahren habe ich mich dann aber sehr schnell noch mal erholt, ich bin allerdings auch nur einen besseren RTF-Schnitt von 27 km/h gefahren. Das hatte ich mir schon etwas besser vorgestellt, aber vielleicht sollte ich zur Abwechselung einfach ab und an mal Rad fahren!? Meinen Plan, auf dem Rad das ganze Feld außer Tobias Gärtner, von hinten aufzurollen, habe ich auf jeden Fall schon nach wenigen Kilometern in eine reine Ankommenstaktik umgewandelt.

Und in der Tat: Ich bin tatsächlich ein zweites Mal in der Wechselzone angekommen! Das Radfahren hat zwar incl. beider Wechsel 1:23 Stunden gedauert, aber immerhin war ich so noch in der Lage die letzten 5 km halbwegs passabel zu laufen, sofern man bei einem Schnitt von knapp unter 5 min/km noch von „laufen“ sprechen kann.

24:30 Minuten habe ich so für die 2. Laufstrecke gebraucht, wobei ich trotz leichter muskuläre Probleme in den vorderen Oberschenkeln, den Puls beim Laufen noch mal bis auf 183 bringen konnte.

Mein Minimalzeitziel von 2:30 Stunden habe ich leider deutlich verpasst, aber als ich nach 2:32:36 Stunden ins Ziel einlief, hörte ich im Hintergrund immerhin noch die 12-Uhr- Kirchenglocken läuten! (Insgeheim hatte ich mir gar eine Zeit von 2:25 erhofft!)

Doch dann habe ich mich wirklich selbst verblüfft, denn ich bin tatsächlich nach kurzer Regenerationsphase, noch in knapp 15 Minuten 2 Kilometer ausgelaufen. Während das nach einem reinen Lauf selbstverständlich ist, konnte ich mich dazu bei einem Tri- bzw. Duathlon noch nie aufrappeln.

Nachdem mir nun die Ergebnisliste vorliegt, sieht das ganze noch etwas deprimierender aus. Mit Platz 65 von 84 Teilnehmern kann man(ni) zwar leben, doch Platz 13 von 13 Startern in der AK DM35 tut auch mir weh.

Bilder von E.Bra


18.04.2004: Duathlon Güdingen

18. April 2004

Schade, dass bei der traditionellen Saisoneröffnung nur 92 Einzelstarter und 2 (!) Staffeln am Start waren, denn die toll organisierte Veranstaltung hätte mehr Zuspruch verdient.

Mir persönlich haben die Strecken gut gefallen, insbesondere die recht anspruchsvolle Radstrecke, die eigentlich etwas „entschärft“ werden sollte, was aber wegen einer Baustelle nicht realisiert werden konnte.

Besonders lobenswert finde ich in Güdingen die kurzen Wege zwischen Anmeldung, Wechselzone, Start + Duschen und außerdem ist das Angebot an Speisen (neben Kuchen gibt es auch feine Salate oder Nudelgerichte) vorbildlich.

Zum Glück spielte auch das Wetter mit, wobei der starke Wind auf der Radstrecke bei max. 10 Grad doch etwas lästig war, aber der gemeldete Regen setzte erst am Nachmittag ein.

Wie zu erwarten war Tobias Gärtner, der sich derzeit auf den Ironman in Geradmer vorbereitet, der alles überragende Athlet beim Grenzlandduathlon über 10-40-5 km.

Weiterhin möchte ich die beiden geschlossen starken Mannschaften Tritronic WND und Tri Team SC Illingen erwähnen.

Wie ich selbst den Wettkampf (bin beim Volksduathlon über 5-20-5 km gestartet) erlebt habe kann man in meinem alten Trainingstagebuch in dem Eintrag vom 18.04.2004 nachlesen, den ich hier der Einfachheit halber rein kopiere:


9 Uhr: Volksduathlon Güdingen (Distanz 5-20-5, Zeit 1:22:41 Stunden)

Gemeldet war Regen mit niedrigen Temperaturen, so dass die Vorfreude nach Güdingen zu fahren, gar nicht mal so groß war.

Wider Erwarten waren die 7-10 Grad aber gar nicht so schlimm, nur der starke Wind war beim Radfahren etwas lästig.

Die ersten 5 km bin ich in 20:35 gelaufen, ohne mich dabei groß anzustrengen, was in mir den Verdacht aufkommen lässt, dass die Strecke etwas kurz war. Besonders negativ fand ich dabei, dass die Kilometrierung der einzelnen km auf keinen Fall stimmte, denn den 1. km bin ich in 3:37 und den 5. km in 5:16 gelaufen, obwohl ich ein konstantes Tempo lief.

Nach gewohnt „sachlichem Wechsel“ (O-Ton Andreas Spaniol) war ich dann 1:12 Minuten später auf der Radstrecke, wobei ich für die 19-20 km und den anschließenden Wechsel 38:26 Minuten brauchte, d.h. nach genau 1 Stunde war ich auf der abschließenden Laufstrecke.

Die beiden Steigungen auf der Radstrecke machten mir doch sehr zu schaffen, teilweise bin ich mit 15 Stundenkilometern herumgekrebst. Mit 5-10 kg weniger sähe das bestimmt besser aus!?

Da ich mir insgesamt eine Zeit von 1:30 Stunden erhofft hatte, war ich zu diesem Zeitpunkt schon überaus zufrieden, denn 30 Minuten für 5 km ist zu schaffen.

Komischerweise kam mich die Laufstrecke beim 2. mal dann gar nicht mehr so kurz vor, denn nun brauchte ich 22:28 also fast 2 Minuten länger als beim 1. Durchgang, was allerdings durchaus im grünen Bereich ist.