22.09.2012: 1. Staffeltriathlon der Kommunen am Olympiastützpunkt in SB

24/09/2012

Nachdem wir bis 2010 regelmäßig im Auftrag des Innenministeriums den Staffelhalbmarathon der Kommunen ausgerichtet hatten, der 2010 in Neunkirchen letztmals stattfand, hat im Sommer 2012 das Innenministerium bei Fips Wagner, dem 1. Vorsitzenden der Lauftrefffreunde Marpingen angefragt ob wir gegebenenfalls auch einen Staffeltriathlon ausrichten würden. Würden wir!

Klar war zu diesem Zeitpunkt, dass die Veranstaltung am OSP in Saarbrücken stattfinden wird, dass dementsprechend in der Herrmann-Neuberger-Schwimmhalle geschwommen und rund um den Schwarzenberg geradelt und gelaufen werden soll. „Etwas“ überrascht waren wir, dass die Veranstaltung nicht etwa in 2013, sondern mit einer Vorlaufzeit von wenigen Wochen bereits im September 2012 stattfinden soll. Da es zunächst aber in der uns vorgelegten Ausschreibung hieß, dass es eine „professionelle Zeitnahme“ geben werde und uns neben der Agentur Niedermeierplus [bekannt geworden als Veranstalter vom Dillinger Firmenlauf und dem Citybiathlon in Püttlingen] auch die Saarländische Triathlon Union unterstützt, sah ich der Veranstaltung relativ gelassen entgegen.

Als wir uns dann am 31. Juli 2012 in der Mensa des OSP zur ersten Vorbesprechung trafen, fiel ich aus allen Wolken, als mir mitgeteilt wurde, dass von der „profesionellen Zeitnahme“ aus Kostengründen Abstand genommen wurde und dass „wir selber“ die Zeitnahme durchführen werden. Mir war bereits zu diesem Zeitpunkt klar, dass „wir selber“ bedeutet, dass niemand anderes als ich es sein wird, der die Zeitnahme durchführen muss.

Am 8. August hatten wir dann vereinsintern die erste Besprechung zur Planung der Veranstaltung, wobei mir schlagartig klar wurde, dass ich in den nächsten Wochen dicke Bretter bohren muss.

Wir hatten zu diesem Zeitpunkt bereits die 1. Variante der Ausschreibung der Veranstaltung, in der explizit stand, dass der Start um 14:30 Uhr sein soll und die Siegerehrung für 17:30 Uhr geplant ist. Da wir zudem als Vorgabe die 8 Bahnen der Schwimmhalle mit maximal 4 Startern pro Bahn hatten und wussten, dass maximal 100 Staffeln zugelassen würden, konnten wir von mindestens zwei bis maximal vier Startgruppen ausgehen.

Meinen Ausführungen, dass wir (Schwimmclub Illingen) beim Uchtelfanger Triathlon (dort werden ebenfalls 300 m geschwommen) die Startgruppen im 12-min-Takt starten lassen, wurden zwar mehr oder weniger aufmerksam gefolgt aber wenig Beachtung geschenkt, denn wie selbstverständlich meinte unser Sportwart danach, dass wir (LTF Marpingen) die zweite Startgruppe erst starten lassen werden, wenn die erste Startgruppe komplett im Ziel [!!!] ist.

Diese Aussage nahmen sonderbarerweise ALLE [!!!] widerstandslos hin, obwohl ich zuvor meine Prognose vorgestellt hatte, dass ich das Siegerteam bei knapp über einer Stunde [Distanzen: 300 m Schwimmen, 15-16 km MTB, 6-7 km Laufen] im Ziel erwarte und mir vorstellen kann, dass eine Staffel auch nahezu zwei Stunden unterwegs sein könnte. [Ein Blick in die Ergebnisliste – siehe unten – zeigt, dass diese Prognose so schlecht nicht war]

Irgendwie konnte ich dann aber trotzdem die meisten (sicher nicht alle!) davon überzeugen, dass bei Start 14:30 und Siegerehrung um 17:30 Uhr naturgemäß die Startgruppen zeitlich überlappend den Wettkampf bestreiten müssen.

Erschwerend kam bei den Planungen natürlich hinzu, dass wir keinerlei Erfahrungswerte hatten, wieviele Helfer wir in den einzelnen Bereichen [Schwimmbad, Wechselzone 1, Radstrecke, Wechzelzone 2, Laufstrecke, Ziel, Zeiterfassung] brauchen.

Zum Beispiel werden bei den mir bekannten Schwimmbadtriathlons immer zwei Bahnenzähler pro Bahn eingeteilt, sodass wir bei den 8 Bahnen am OSP alleine 16 Bahnenzähler bräuchten.

Ich schickte dann die folgende Mail an 30 Personen, wobei ich mich intern schon darauf einstellte, maximal 8 Bahnenzähler rekrutieren zu können:

Hallo zusammen,

als Ersatz für den ehemaligen (letztmals 2010 ausgetragen) Halbmarathon der Kommunen werden die LTF Marpingen in diesem Jahr auf Initiative vom Innenministerium (unser Ansprechpartner im Ministerium von Monika Bachmann ist dabei der ehemalige Weltklasse-Hammerwerfer Christoph Sahner aus Wemmestweiler) den 1. Staffeltriathlon der Kommunen ausrichten.

In meiner Eigenschaft als Triathlonwart wurde ich „automatisch“ zum Bereichsleiter Schwimmen und bin insofern auf der Suche nach 8 (acht!) Bahnenzählern (das Becken am OSP hat bekanntlich 8 Bahnen).

Die der Ausschreibung zu entnehmenden Zeiten wurden uns leider ministeriell aufgetragen, denn ob ein „Freies Training“ auf der Strecke zwingend notwendig ist, erscheint zumindest fraglich.

Mir ist aktuell nicht bekannt wie der Stand der Helferrekrutierung im Lauftreff ist, denn außer den Bahnenzählern werden sicher auch Streckenposten für die ca. 7 km lange MTB-Runde und die ca 3,5 km lange Laufrunde benötigt. Andererseits weiß ich schon, dass einige als Kampfrichter oder aktive Teilnehmer im Einsatz sein werden, sodass wir bei dieser helferintensiven Veranstaltung sicherlich JEDEN brauchen.

Insofern möchte ich in Namen des Vereins gerne anfragen, wer von Euch eventuell an diesem Samstag als Bahnenzähler (Vorteil: Deren Erscheinen ist sicherlich vor 14 Uhr nicht notwendig) oder – falls Frischluftfanatiker oder Chlorallergiker – als Streckenposten (mir ist noch nicht bekannt ob diese schon zum „Freien Training“ oder erst zum Start an der Strecke sein müssen) zur Verfügung steht.

Für OSP-Orstkundige: Die MTB-Strecke ist eine „Rote Runde“ und die Laufrunde ist die Laufstrecke (Grüne Runde) zwischen neuer Multifunktionshalle und der Straße vis-a-vis vom Tierpark.

Vielen Dank im Voraus!

Mit sportlichen Grüßen

Die Reaktion auf diese Mail war leider genau so wie ich es zuvor erwartet oder besser befürchtet hatte, d.h. die wenigen Zuverlässigen waren entweder schon verplant (als Kampfrichter oder Teilnehmer), sagten mir rechtzeitig ab oder zu, während mehr als die Hälfte der Adressaten gar nicht reagierte.

Am 29. August bekam ich dann den nächsten herben Nackenschlag bei unserem 2. Treffen des Orga-Teams am OSP, denn nun wurde deutlich, dass ich entgegen meiner Erwartung von der Agentur Niedermeierplus keinerlei Unterstützung bei der Zeiterfassung bekommen würde, dabei hatte Ralf Niedermeier bei unserem 1. Treffen vollmundig erklärt, dass er die Zeiterfassung für besonders wichtig erachte, dass er deshalb auf das Know-How der DJK SG IGB zurückgreifen wolle, weil die St. Ingberter laut STU ebenfalls die Software Tria von Gerhard Selten [www.selten.de] benutzen. [Dabei handelte es sich leider um eine Fehlinformation durch die STU, denn in IGB wird die Selten-Software nicht genutzt]

Das Programm Tria von Gerhard Selten wird sowohl beim Triathlon in Uchtelfangen [www.tri-team-sci.de] als auch beim Schaumbergtriathlon in Tholey seit Jahren erfolgreich und ohne Komplikationen eingesetzt und bietet neben einer für freeware unfassbaren Funktionsfülle sogar ein brauchbares Handbuch.

Mangels Unterstützung durch die Agentur Niedermeier und Mangels Vertrauen meiner Marpinger Vorstandsmitglieder in das von mir vorgestellte Zeiterfassungkonzept [ich hatte außer mir selbst im Ziel noch zwei weitere Personen mit Laptops am Schwimmausstieg und beim Wechsel Rad-Lauf vorgesehen, um die Splitzeiten ermitteln zu können] beschlossen wir dann einstimmig, dass es in der Ergebnisliste nur eine Endzeit ohne Splitzeiten geben wird.

Auf diesen Überlegungen basierte dann die endgültige 2. Variante der Ausschreibung: Ausschreibung 1. Staffeltriathlon der Kommunen

In den beiden Tagen vor der Veranstaltung legte ich dann gemeinsam mit Christoph Sahner vom Innenministerium die Startgruppen für den samstäglichen Wettkampf fest, wobei sich leider bzw. zum Glück – wie man es nimmt – nur 36 Staffeln angemeldet hatten.

Darauf hin schickte ich an die mir persönlich bekannten Teilnehmer folgende Email:

Hallo Sportsfreundinnen, hallo Sportsfreunde,

als Zeitnehmer vom ausrichtenden Verein LTF Marpingen habe ich gemeinsam mit Christoph Sahner vom Innenministerium die als Anhang beigefügte Teilnehmerliste erarbeitet.

Mein besonderer Dank an Andreas Sahner vom Schwimmclub Illingen, der mir mit Rat und Tat zur Seite stand.

Wir haben bei der Erstauflage dieses Wettkampfes zwar „nur“ 36 Staffeln am Start, doch ein Blick in die Startliste zeigt, dass der Ausdruck „klein aber fein“ für das Starterfeld wohl nicht übertrieben ist.

Grundsätzlich starten in der Startgruppe 1 um 14:30 Uhr die reinen Herren-Teams, während um 14:50 die Mixed-Mannschaften und die drei reinen Damen-Teams an den Start gehen.

Ein sportlicher Höhepunkt in der Startergruppe 1 ist sicherlich die Teilnahme von unserem erfolgreichen Olympia- und EM-Teilnehmer Andreas Waschburger, der mit dem Radprofi Michael Hümbert bestimmt eine tolle Vorleistung für den Läufer Thomas Immand erreichen wird. Mir scheint aber trotzdem nicht sicher ob dieses Top-Team automatisch gewinnen wird.

Mindest ebenso spektakulär wird in der 2. Startgruppe sicher der Dreikampf der Bürgermeister Dr. Armin König, Markus Fuchs und Thomas Redelsberger auf der Bahn 6. Um dieses nicht nur sportlich sondern auch politisch hochbrisante Wettschwimmen zu ermöglichen haben wir die eigentliche Systematik durchbrochen und das reine Herren-Team Illingen 1 den Mixed-Teams zugeordnet.

Wenn der Wetterbericht sich bewahrheit, werden wir optimale Bedingungen vorfinden, sodass ich mich jetzt schon riesig auf den Wettkampf und das Treffen vieler alter Bekannter freue.

Mit sportlichen Grüßen

Manfred Meiser

Raceday:

Schwimmen: Nachdem sich im Orga-Team die Meinung herauskristallisierte, dass es menschenunmöglich ist das Becken im Heiligen Bad selbstständig zu verlassen, wurde beschlossen, dass nach Beenden des Schwimmparts der vor der Schwimmhalle wartende Radler per Mikrofondurchsage auf die Reise geschickt wird. Ich war da eher skeptisch, weil mir dadurch das spezielle „Triathlon-Feeling“ etwas verloren ging, muss aber gestehen, dass sich das System bewährt hat. Zum einen hat man so die Unfallgefahr beim Verlassen von Becken und Bad und beim Abklatschen der Radfahrer nahezu ausgeschlossen, zum anderen könnte es bei einem Termin Ende September auch noch kühler sein, als die 17-18 Grad, die am Wettkampftag herrschten.

Das Schwimmen an sich funktionierte bei in der Regel nur 2 Schwimmern pro Bahn ausgezeichnet, wobei der Olympiateilnehmer und dreifache EM-Medaillengewinner Andreas Waschburger erwartungsgemäß mit einer Zeit von 3:01 min der mit Abstand Schnellste war, obwohl er – wie er mir keuchend am Beckenrand mitteilte – die ersten 100 m deutlich zu schnell (ca 57 Sekunden) angegangen war. Sonderbar, dass es der Agentur Niedermeierplus nicht gelang, die zuvor in 4 Farben besorgten Bademützen auf 2-3 Teilnehmer pro Bahn korrekt zu verteilen, denn der Einfachheit halber bekamen fast alle gelbe Bademützen.

Das Wettschwimmen der Bürgermeister gewann zu meiner großen Verwunderung Dr. Armin König, wobei mir im Nachhinein eingefallen ist, dass sich da gerade beim Heusweiler Bürgermeister Thomas Redelberger die restriktive und wie ich finde höchst unsoziale Schwimmbadschließung bitterböse gerächt hat [Fairerweise muss ich sagen, dass dieser damals noch nicht in Amt und Würden war]. Auch bei anderen Gemeinden und Behörden, die zum Teil große Probleme hatten, überhaupt Schwimmer zu finden, zeigte sich, dass wir schwimmtechnisch nicht nur auf Olympianiveau ins Bodenlose sinken. Ins Bild (und sogar in die BILD-Zeitung) passte da, dass der Schiffweiler Bürgermeister Markus Fuchs sich auf der 300-m-Schwimmstrecke so verausgabt hatte, dass er vom Notarzt abtransportiert werden musste. [Zum Glück hat er sich laut Bild aber schnell wieder erholt]

Radfahren: Das Radfahren fand auf einer ca 7 km langen technisch anspruchslosen aber konditionell fordernden „Waldautobahn“ rund um den Schwarzenberg statt, die zweimal zu durchfahren war. Zu gerne hätte ich dabei die einzelnen Radzeiten gesehen, denn offensichtlich war Edwin Koch von den LTF Marpingen nicht viel langsamer als der Radprofi Michael Hümbert [dieser brauchte laut LSVS – siehe unten – knapp 26 min] unterwegs!?

Probleme gab es wohl beim Verteilen der Rundenbändchen, wobei ich mich frage wie das bei Triathlons geschieht, bei denen mit Rennrad gefahren und somit die Bändchen naturgemäß bei einem deutlich höheren Tempo ausgegeben werden.

Zum Glück ist niemand gestürzt, denn gerade die schnell Bergabpassage ab dem „Hexentanzplatz“ bereitete mir beim Abfahren der Strecke im Vorfeld große Sorge.

Laufen: Wie nicht anders zu erwarten gestaltete sich das Laufen auf der 3 – 3,5 km langen „grünen Runde“ (diese war ebenfalls zweimal zu laufen) relativ unspektakulär und war wohl für die meisten Teilnehmer eine recht einsame Angelegenheit. Schade, dass Raphael Schäfer nicht mehr beim Innenministerium tätig ist, schade auch, dass doch verblüffend viele Kommunen (wo war Elversberg?) und vor allem Behörden (Im Bereich des Finanzministerium blieb die Ausschreibung wohl unter Verschluss!?) gar nicht vertreten waren.

Zeiterfassung: Im Gegensatz zu meinen Vorstands- und Orga-Teams-Kollegen hätte ich gerne die Splitzeiten ermittelt, sodass ich mit Hilfe der Bahnenzähler zumindest die Schwimmzeiten stoppen ließ und später händig im System nacherfasste. Sicherheitshalber hatte ich einen 3. Laptop im Gepäck, doch leider war der Zieleinlauf zu weit von der Wechselzone 2 entfernt, sodass es nicht möglich war von dort die Startnummern einzusehen. Mal sehen ob ich bei der Zweitauflage in 2013 größere Unterstützung erfahren werde. Andererseits hatten wir auch so schon 72 Helfer im Einsatz!

Ein Blick in die Ergebnisliste zeigt, dass tatsächlich das Dream-Team des Innenministerium gewann, überraschend war für mich allerdings der knappe Abstand zu dem Teams aus Losheim und aus Tholey (incl. meinen Vereinskollegen Thomas Groß und Edwin Koch).

Zieleinlauf der letzten Mannschaft war um 16:43 Uhr, sodass ich etwa um 16:45 in Ergebnislisten erstellt und ausgedruckt hatte. Seit 16:30 Uhr wurde ich wie üblich im Minutentakt gefragt wann denn endlich die Siegerehrung stattfindet, da diese aber durch den Staatssekretär Jungmann durchgeführt wurde und zudem die Urkunden vom Olympioniken Sahner in liebevoller Handarbeit geschrieben wurden blieb der ursprünglich anvisierte Termin von 17:30 Uhr bestehen, wobei sich das dann aus mir nicht bekannten Gründen leider doch noch um 10 min verschob.

Immer noch schockiert bin ich von der Reaktion eines mir namentlich nicht bekannten Teilnehmer, der sich an unserem Zeitnehmertisch bitterbös darüber beschwerte, dass die Profis vom Innenministerium ganz normal in der Wertung stünden und nicht außer Konkurrenz starteten. Hämisch merkte er an, dass sicherlich deshalb im nächsten Jahr keine Teams mehr an den Start gehen werden.

Ich hoffe, dass ich nicht der Einzige bin, der die Teilnahme von Olympiateilnehmern oder Profisportlern bei Provinzveranstaltung als eine große Geste gegenüber Veranstalter und den übrigen Teilnehmern betrachtet. Ansonsten habe ich die Ausschreibung mehrfach nachgelesen und keine Passage entdeckt, die ambitionierten Sportlern die Teilnahme versagt hätte.

Offenbar kann man da wohl tatsächlich unterschiedlicher Meinung sein, erhielt ich doch folgende Mail …

Offenbar stieß die Promi-Beteiligung ja auf ein gemischtes Echo, hier meine Meinung dazu: ich finde es klasse, wenn auch ausgewiesene Profi-Leistungssportler mitmachen und zeigen, wie Sport aussehen kann. Vielleicht sollte so eine Promistaffel aber außerhalb der Wertung mitlaufen, da die Motivation vieler Teilnehmer wohl einen argen Dämpfer erhält, wenn das Siegen aussichtslos erscheint

Christoph Sahner meinte zu dieser Problematik nach der Veranstaltung, dass das Innenministerium im nächsten Jahr zu den beiden Profis noch einen adäquaten Läufer sucht und dann tatsächlich außer Konkurrenz startet, wobei für mich alleine schon die Bezeichnung „außer Konkurrenz“ ein gehöriges Maß an Missachtung den anderen Teilnehmern gegenüber ausdrückt. Ich stelle mir nur den Aufschrei in der Bundesliga vor, wenn Uli Hoeneß erklärt, dass er gegen die Underdogs aus z.B. Augsburg in Zukunft nur noch „außer Konkurrenz“ antritt.

In diesem Jahr siegte das Team des Innenministeriums ja nur mit 1 ½ min Vorsprung und wenn beim Team von Thomas Groß Sammy Schu gelaufen wäre und das Innenministerium „außer Konkurrenz“ auf Platz 2 gelandet wäre, hätte man sich wohl mehr als lächerlich gemacht!? Mit z.B. Raphael Schäfer als Läufer und einem Vorsprung zwischen 10 und 15 min hätte die Maßnahme aber eventuell Sinn gemacht!?

Ich gehe davon aus, dass jede saarländische Gemeinde in der Lage sein sollte, eine Staffel an den Start zu bringen, die die Distanz < 1:05 schafft, insofern wäre in diesem Jahr für keine Kommune der Sieg aussichtslos gewesen.

Manfred Meiser

Ergebnisliste 1. Staffeltriathlon der Kommunen am 22.09.2012:
el-statrikom-2012-gesamt.pdf

Siegerehrung mit Fips Wagner und den drei ersten Teams:

Siegerehrung 1. Staffeltriathlon der Kommunen 22.09.2012

Bericht vom LSVS: [Nachtrag: Dieser wurde offenbar umgehend wieder gelöscht!?]
www.lsvs.de –> Ein voller Erfolg mit Perpektive

Fotos von Jaques Wenger:
Energis-Bildergalerie mit 254 Bildern von Jaques Wenger


KW 11/2009 (09.03.09 – 15.03.09)

24/03/2009

Zwei Schwimmeinheiten, zwei (!) Rennradfahrten, 3 Läufe, zweimal TvTV und als Highlight der erste Helfereinsatz des Jahres bei unserem Halbmarathon am Sonntag in Saarbrücken, den wir mit 645 Teilnehmern glaub ich ganz ordentlich über die Bühne gebracht haben.


12.10.2008: Crossduathlon Morbach

12/10/2008

Ich habe nicht schlecht gestaunt, als mich vor einigen Wochen die Sprintmaus nach jahrelanger Wettkampfabstinenz darum gebeten hat, sie zum Crossduathlon im ca 75 km entfernten Morbach anzumelden.

Bei 9 € Startgeld für die Sprintdistanz (2 km Laufen – 10 km MTB – 2 km Laufen) hielt sich das finanzielle Risiko zum Glück in Grenzen, denn es war klar, dass wir bei strömendem Regen nicht zum Wettkampf fahren.

In Morbach angekommen war ich zunächst einmal positiv davon angetan wie schön der Veranstaltungsort mitten im Wald gelegen ist, wobei nach Anblick des nahen Spielplatzes klar war, dass es zumindest Nils nicht langweilig werden würde.

Spielplatz Morbach

Spielplatz Morbach

Nachdem wir überaus zeitig angereist waren, stand mein gutes, altes Specialized Stumpjumper lange Zeit ganz einsam und verlassen in der Wechselzone, die aus Baugerüsten bestand.

Pünktlich um 11:10 Uhr fand dann der Start der kleinen aber feinen Veranstaltung statt, bei der neben den Einzelstartern auch diverse Staffeln am Start waren.

Crossduathlon - 1. Lauf

Crossduathlon - 1. Lauf

Nach 10:20 min hatte Simone die erste Laufstrecke beendet, insofern sollte sich auf dem MTB zeigen, inwiefern sie in der Lage war, die Vorgabe „unter einer Stunde“ zu erreichen.

Sprintmaus on tour!

Sprintmaus on tour!

Als sich sie beherzt in die Pedale treten sah, war ich aber guter Dinge, dass das bei weniger als 100 Jahreskilometern doch sehr ehrgeizige Ziel möglich sein sollte. Leider oder zum Glück sah ich dann nicht wie sie nach der 10-km-Runde wieder zurück in die Wechselzone kam, denn Nils und ich hatten den Spielplatz natürlich lange noch nicht abgespielt.

Dann war ich regelrecht schockiert, als ich sie humpelnd (!), mit Helm auf dem Kopf (!!) und mit blutverschmiertem Knie (!!!) ein zweites mal auf der Laufstrecke sah, weil sie ganz zum Schluss der Radtsrecke gestürzt ist.

Bei Übergabe des Helms rief sich mir noch zu, dass sie nicht sicher sei, ob sie überhaupt noch die 2 km laufen könne. Nachdem die Uhr zu diesem Zeitpunkt bereits 48 min zeigte, konnte ich mir bei ihrem Humpeltempo kaum vorstellen, dass sie in diesem Fall die 60 min Grenze unterbietet. Umso erfreuter war ich dann, als ich sie bereits nach 58:24 min ins Ziel (nun wieder) laufen (!!!) sah.

Nur die Harten kommen in den Garten

Nur die Harten kommen in den Garten


KW 35/2008 (25.08.08 – 31.08.08)

31/08/2008

MO: (1) Laufen auf der Uchtelfanger Tri-Strecke (3 Runden = ca 7,5 km in 39:16 min) (2) Schwimmen 1.200 m in 32:34 (3) am Abend 40 min TvTV

DI: MiPaLa auf die Spicherer Höhen (10 km in 54:29 min)

MI: MiPaReRaFa incl Bergwertung Matzenberg (29 km in 1:13 Stunden)

DO: MiPaLa incl Frl S. und Winfried S.

FR: Kliniklauf (amtlich vermessener Volkslauf über 10 km) incl Babyjogger

SA: Helfereinsatz beim Aufbauen der Wechselzone im Uchtelfanger Aquapark für den morgigen Triathlon. Zum Abschluss 300 m Planschen.

SO: Triathlon Uchtelfangen


KW 33/2008 (11.08.08 – 17.08.08)

17/08/2008

MO: „Obelix bei den Olympischen Spielen“ oder „So verrückt kann man(ni) doch gar nicht sein!?“ Kann man aber! :-(((

Kurze Rede – gar kein Sinn: Eigentlich war ich nur als Kleinkindsitter mit nach Tartanien gereist, wo meine Frau den Weitsprung zur Erlangung des Sportabzeichens absolvieren wollte, die geforderte Weite (3,20 m) aber leider nicht schaffte.

Keine Ahnung wie ich dann auf die Idee kam, nach gerade mal 1.200 m Warmlaufen auch viermal zu springen, um eventuell die geforderten 4,20 m zu schaffen, was mir bei weitem nicht gelang, da es maximal zu 3,50 m reichte. Was mir aber gelang, war eine Zerrung im rechten hinteren Oberschenkel. :-(

Trotz ungutem Gefühl im OS schaffte ich die Sportabzeichenanforderungen beim Laufen ganz locker: 3.000 m in 12:44 min und danach (!!!) 1.000 m in 3:48 min. :-)

Anschließend ca 5,5 km ganz gemütliches Aus- bzw Heimlaufen, in der Hoffnung das ungute Gefühl dabei vertreiben zu können, was aber nicht gelang. Im Gegenteil … :-((

Als ob das nicht genug wäre zerrte ich mir dann am Abend beim Efeuwurzelausreißen (keine Disziplin beim Sportabzeichen) eine Zerrung im rechten Arm irgendwo zwischen Ellbogen und Sehnenscheide. :-(((

DI-MI-DO: 3 traininsgfreie Tage mit ganz viel Olympia, ein bisschen Gartenarbeit und viel in-mich-hinein-horchen ob ich die Saison 2008 jetzt schon abhaken kann ….

FR: Nach Ulli Hilles Motto („Indianer vergehen nicht und nur Unkraut kennt Schmerz!“) habe ich heute ein ganz zaghaftes Comeback auf der Laufstrecke des Uchtelfanger Triathlons gewagt [5 km in 30:29 min] und bin anschließend noch 1.200 m im Uchtelfanger Olympiabecken neben Turnschwester Marga geschwommen.

Zu meiner großen Überraschung spürte ich beim Bummeltempo den hinteren OS kaum, fragte mich allerdings wie ich in 2 Wochen die selbe Strecke fast 10 min schneller laufen soll. Beim Schwimmen schmerzte auch der Arm gar nicht, hat eben doch was gutes, wenn man die Kraft nicht ins Wasser bringt.

SA: Traditionelle MTB-Eskorte der Spitze beim saarländischen Halbmarathon Staffellauf der Kommunen, wobei ich mich immer noch frage warum wir in Tholey und nicht in Neunkirchen fahren und was ich tun muss, um einmal wie Raphael Schäfer laufen zu können, der die profilierte 3,8 km lange Runde in ca 10:25 min schaffte was mir bei 3 km in Tartanien ja schon reichen würde. [37 km in 2:18 Stunden]

Radeskorte beim Kommunenlauf 2008

Radeskorte beim Kommunenlauf 2008

Nur gut, dass die Stadt Neunkirchen erneut gewann, mal sehen welche Veranstaltungsort das Innenministerium im nächsten Jahr aus dem Zylinder zieht …. [???]

Ursprünglich sollte mich bei der Veranstaltung wie im letzten Jahr in Perl Frank Karrenbauer begleiten, der aber leider an diesem Tag arbeiten musste.

Dies hatte dann zwei weitere Enttäuschungen in meinem „Amt“ des Marpinger Triathlonwartes zur Folge:

1) Unser Sportwart Heinz Wirth hat mich am Helferfest dazu verdonnert, gerade mal eine Woche vor dem Lauf für einen Ersatzfahrer zu sorgen, obwohl das Erstellen des Helferplans eigentlich seine Aufgabe ist.

2) Von den von mir per Mail angesprochenen „sportlichen Aushängeschildern“ des Vereins erklärte sich niemand bereit, mir zu helfen, wobei sich immerhin zwei „die Mühe machten“, mir abzusagen. Ursprünglich hatte ich ja gedacht, diese Frage bereits auf dem Helferfest abschließend klären zu können, doch dort war ja sonderbarerweise niemand.

Toll, dass sich dann unser Neuzugang Lukas Noll bereit erklärt hat, mir aus der Patsche zu helfen. Vielen Dank dafür!!!

Lukas Noll

Lukas Noll

SO: Trainingsfrei wegen dem Sommerfest von Running Merchweiler, wo ich leider vergeblich darauf gehofft hatte, meinen neuen Vereinskollegen Francesco kennenzulernen, der offensichtlich als „Sylverstar“ bei Laufen-im-Saarland angemeldet ist.


KW 27/2008 (30.06.08 – 06.07.08)

06/07/2008

MO: Gemütliche MiPa-Rennradfahrt (28 km in 1:10 Stunden) [am Abend 25 min TvTV]

DI: Bin heute trotz Temperaturen über 30 Grad ganz bewusst nicht meine schattige Runde auf die Spicherer Höhen sondern am Kieselhumes vorbei zum Schwarzenbergbad gelaufen, nachdem ich am SO beim Triathlon in IGB wirklich den Eindruck hatte, dass das ständige Lauftraining in der Mittagshitze positive Früchte trägt.

MI: Bei immer noch mehr als 30 Grad bin ich mit dem Rennrad entlang der Saar auf unserer Halbmarathonstrecke gefahren, um später auf dem Rückweg Dieter Bender zu treffen, den ich noch bis zu seinem Triathlon-Laden begleitet habe, der sich ganz in der Nähe vom Saarbrücker Ludwigspark befindet.

DO: Das Kachelmann-Wetterteam hat nicht gelogen, d.h. heute herrschte tatsächlich herrliches Fritz-Walter-Laufwetter, so dass ich gemeinsam mit Arbeitskollegin Silke eine neue Runde (ca 12,5 km in 1:03:10), bzw eine Abwandelung der alten, auf den Spicherer Höhen ausprobiert habe.

FR: Trainingsfrei wegen Helfereinsatz beim 30. und letzten Volkslauf in Stennweiler

SA: MTB-Fahrt u.a. zum Lauftreff nach Marpingen, um mein allererstes Laufshirt mit „LTF Marpingen“ Aufdruck abzuholen, obwohl ich bereits seit Ende 2001 Vereinsmitglied bin.

SO: Bei angenehmem Laufwetter bin ich meine beliebte Saarlandring-Freibad-Runde (11,3 km) im Freundschaftslaufrenntempo (54:27 min) gelaufen, dabei meine neuen Laufschuhe eingelaufen, die man definitiv nicht einlaufen musste.



13.04.2008: Marathon St. Wendel (Helfereinsatz)

13/04/2008

[65 Bilder vom Lauf – vor allem Vereinskollegen und L-i-S-Foris]

Nach 2007 war ich auch in diesem Jahr bei der 2. Auflage des St. Wendeler Marathons wieder als Helfer im Einsatz. Meine Position war die gleiche wie im Vorjahr, nachdem die Laufrichtung aber geändert wurde, kamen die Marathonis bei uns noch auf dem letzten Kilometer vorbei, so dass wir ganz bis zum Schluss ausharren mussten.

Der Start erfolgte in diesem Jahr bereits um 10 Uhr, nachdem im letzten Jahr Beschwerden aufkamen wie man die LäuferInnen bei der Hitze erst um 11 Uhr auf die Strecke schicken könne. Heute war es um 10 Uhr ca 5 Grad, einem Start um 11 Uhr hätte also wenig entgegen gestanden.

Unmittelbar nach dem Start der Marathonis wurde dann erstmals ein Schülerlauf über 2,195 km durchgeführt, der allerdings ohne Zeitnahme erfolgte. Teilweise war es schlimm anzusehen welche Probleme der ein oder andere mit dieser „Marathonstrecke“ hatte, ein adipöser Junge fuhr ein Großteil der Strecke mit einem Begleitgolfwagen mit.

Bereits zwischen 10:45 und 10:50 Uhr kam dann die Spitze des Marathons bei uns vorbei, wobei sich da aber bereits eine riesige Lücke zu den Verfolgern auftat. Erstaunlich, dass trotz der beachtlichen Preisgelder keine Afrikaner zu dem Lauf kommen. Offenbar fällt es selbst Kenianern schwer, ständig einen Marathon in 2:10 bis 2:20 zu laufen. Toll natürlich, dass so auch lokale Größen in die Preisgelder laufen können.

Auf der ersten Runde, als Marathon- und HalbmarathonläuferInnen noch zusammen waren, war wirklich einiges los, auf der 2. Runde merkte man dann aber deutlich, dass sich noch weniger Leute als im letzten Jahr für die Marathonstrecke entschieden hatten, so dass es für viele doch ein einsames Rennen wurde.

Mein Helfereinsatz wurde dann zwischen 14:00 und 15:45 Uhr zur Tortur, als mehrmals heftige Regenschauer nieder gingen und die LäuferInnen leider nur noch tröpfchenweise vorbei kamen.

Nach dem Rennen konnte ich mich dann im Festzelt mit der wohl leckersten Speckwaffel stärken, die ich jemals gegessen hatte, nachdem ich leider feststellen musste, dass es bereits um 16 Uhr kein einziges Stück Kuchen mehr gab. Die Sprintmaus und Nils waren mittlerweile auch nach WND gekommen, wobei unser Kleiner in dem Zelt wieder außer Rand und Band war.

HAMMER! Zwischenzeitlich habe ich gehört, dass der 3. Marathon in WND 2009 am Ostermontag stattfinden wird. Die Frage ob dieser Termin für die 320 (?) ehrenamtlichen Helfer zumutbar ist habe ich für mich persönlich mit NEIN beantwortet.

[Ergebnisse]

(im Ziel 410 Marathonis und 2038 Halbmarathonis – damit ist Bürgermeister Boullion doch noch ein gutes Stücken von seiner 2007er Prognose entfernt: „Ich will, dass es langfristig heißt: Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt, St. Wendel“)

[gewohnt tolle Bilder von Hansmartin Schweitzer]

[ausführlicher Bericht auf www.laufreport.de]

[Vorbericht SZ: „Potential für 8000“]
[Bericht SZ: „Laufen nach Noten“]
[Bericht SZ: „Wenn der Tempomacher plötzlich aussteigt“]
[Bericht SZ: „2800 Läufer trotzen Regenschauern“]
[Bericht SZ: „Marathon-Foto-Nachlese“]
[Bericht SZ: „Die richtigen Fotos zur richtigen Erfolgsgeschichte“]
[Bericht SZ: „Thomas Wüst: Wir sind rundum zufrieden“]