22.09.2012: 1. Staffeltriathlon der Kommunen am Olympiastützpunkt in SB

24/09/2012

Nachdem wir bis 2010 regelmäßig im Auftrag des Innenministeriums den Staffelhalbmarathon der Kommunen ausgerichtet hatten, der 2010 in Neunkirchen letztmals stattfand, hat im Sommer 2012 das Innenministerium bei Fips Wagner, dem 1. Vorsitzenden der Lauftrefffreunde Marpingen angefragt ob wir gegebenenfalls auch einen Staffeltriathlon ausrichten würden. Würden wir!

Klar war zu diesem Zeitpunkt, dass die Veranstaltung am OSP in Saarbrücken stattfinden wird, dass dementsprechend in der Herrmann-Neuberger-Schwimmhalle geschwommen und rund um den Schwarzenberg geradelt und gelaufen werden soll. „Etwas“ überrascht waren wir, dass die Veranstaltung nicht etwa in 2013, sondern mit einer Vorlaufzeit von wenigen Wochen bereits im September 2012 stattfinden soll. Da es zunächst aber in der uns vorgelegten Ausschreibung hieß, dass es eine „professionelle Zeitnahme“ geben werde und uns neben der Agentur Niedermeierplus [bekannt geworden als Veranstalter vom Dillinger Firmenlauf und dem Citybiathlon in Püttlingen] auch die Saarländische Triathlon Union unterstützt, sah ich der Veranstaltung relativ gelassen entgegen.

Als wir uns dann am 31. Juli 2012 in der Mensa des OSP zur ersten Vorbesprechung trafen, fiel ich aus allen Wolken, als mir mitgeteilt wurde, dass von der „profesionellen Zeitnahme“ aus Kostengründen Abstand genommen wurde und dass „wir selber“ die Zeitnahme durchführen werden. Mir war bereits zu diesem Zeitpunkt klar, dass „wir selber“ bedeutet, dass niemand anderes als ich es sein wird, der die Zeitnahme durchführen muss.

Am 8. August hatten wir dann vereinsintern die erste Besprechung zur Planung der Veranstaltung, wobei mir schlagartig klar wurde, dass ich in den nächsten Wochen dicke Bretter bohren muss.

Wir hatten zu diesem Zeitpunkt bereits die 1. Variante der Ausschreibung der Veranstaltung, in der explizit stand, dass der Start um 14:30 Uhr sein soll und die Siegerehrung für 17:30 Uhr geplant ist. Da wir zudem als Vorgabe die 8 Bahnen der Schwimmhalle mit maximal 4 Startern pro Bahn hatten und wussten, dass maximal 100 Staffeln zugelassen würden, konnten wir von mindestens zwei bis maximal vier Startgruppen ausgehen.

Meinen Ausführungen, dass wir (Schwimmclub Illingen) beim Uchtelfanger Triathlon (dort werden ebenfalls 300 m geschwommen) die Startgruppen im 12-min-Takt starten lassen, wurden zwar mehr oder weniger aufmerksam gefolgt aber wenig Beachtung geschenkt, denn wie selbstverständlich meinte unser Sportwart danach, dass wir (LTF Marpingen) die zweite Startgruppe erst starten lassen werden, wenn die erste Startgruppe komplett im Ziel [!!!] ist.

Diese Aussage nahmen sonderbarerweise ALLE [!!!] widerstandslos hin, obwohl ich zuvor meine Prognose vorgestellt hatte, dass ich das Siegerteam bei knapp über einer Stunde [Distanzen: 300 m Schwimmen, 15-16 km MTB, 6-7 km Laufen] im Ziel erwarte und mir vorstellen kann, dass eine Staffel auch nahezu zwei Stunden unterwegs sein könnte. [Ein Blick in die Ergebnisliste – siehe unten – zeigt, dass diese Prognose so schlecht nicht war]

Irgendwie konnte ich dann aber trotzdem die meisten (sicher nicht alle!) davon überzeugen, dass bei Start 14:30 und Siegerehrung um 17:30 Uhr naturgemäß die Startgruppen zeitlich überlappend den Wettkampf bestreiten müssen.

Erschwerend kam bei den Planungen natürlich hinzu, dass wir keinerlei Erfahrungswerte hatten, wieviele Helfer wir in den einzelnen Bereichen [Schwimmbad, Wechselzone 1, Radstrecke, Wechzelzone 2, Laufstrecke, Ziel, Zeiterfassung] brauchen.

Zum Beispiel werden bei den mir bekannten Schwimmbadtriathlons immer zwei Bahnenzähler pro Bahn eingeteilt, sodass wir bei den 8 Bahnen am OSP alleine 16 Bahnenzähler bräuchten.

Ich schickte dann die folgende Mail an 30 Personen, wobei ich mich intern schon darauf einstellte, maximal 8 Bahnenzähler rekrutieren zu können:

Hallo zusammen,

als Ersatz für den ehemaligen (letztmals 2010 ausgetragen) Halbmarathon der Kommunen werden die LTF Marpingen in diesem Jahr auf Initiative vom Innenministerium (unser Ansprechpartner im Ministerium von Monika Bachmann ist dabei der ehemalige Weltklasse-Hammerwerfer Christoph Sahner aus Wemmestweiler) den 1. Staffeltriathlon der Kommunen ausrichten.

In meiner Eigenschaft als Triathlonwart wurde ich „automatisch“ zum Bereichsleiter Schwimmen und bin insofern auf der Suche nach 8 (acht!) Bahnenzählern (das Becken am OSP hat bekanntlich 8 Bahnen).

Die der Ausschreibung zu entnehmenden Zeiten wurden uns leider ministeriell aufgetragen, denn ob ein „Freies Training“ auf der Strecke zwingend notwendig ist, erscheint zumindest fraglich.

Mir ist aktuell nicht bekannt wie der Stand der Helferrekrutierung im Lauftreff ist, denn außer den Bahnenzählern werden sicher auch Streckenposten für die ca. 7 km lange MTB-Runde und die ca 3,5 km lange Laufrunde benötigt. Andererseits weiß ich schon, dass einige als Kampfrichter oder aktive Teilnehmer im Einsatz sein werden, sodass wir bei dieser helferintensiven Veranstaltung sicherlich JEDEN brauchen.

Insofern möchte ich in Namen des Vereins gerne anfragen, wer von Euch eventuell an diesem Samstag als Bahnenzähler (Vorteil: Deren Erscheinen ist sicherlich vor 14 Uhr nicht notwendig) oder – falls Frischluftfanatiker oder Chlorallergiker – als Streckenposten (mir ist noch nicht bekannt ob diese schon zum „Freien Training“ oder erst zum Start an der Strecke sein müssen) zur Verfügung steht.

Für OSP-Orstkundige: Die MTB-Strecke ist eine „Rote Runde“ und die Laufrunde ist die Laufstrecke (Grüne Runde) zwischen neuer Multifunktionshalle und der Straße vis-a-vis vom Tierpark.

Vielen Dank im Voraus!

Mit sportlichen Grüßen

Die Reaktion auf diese Mail war leider genau so wie ich es zuvor erwartet oder besser befürchtet hatte, d.h. die wenigen Zuverlässigen waren entweder schon verplant (als Kampfrichter oder Teilnehmer), sagten mir rechtzeitig ab oder zu, während mehr als die Hälfte der Adressaten gar nicht reagierte.

Am 29. August bekam ich dann den nächsten herben Nackenschlag bei unserem 2. Treffen des Orga-Teams am OSP, denn nun wurde deutlich, dass ich entgegen meiner Erwartung von der Agentur Niedermeierplus keinerlei Unterstützung bei der Zeiterfassung bekommen würde, dabei hatte Ralf Niedermeier bei unserem 1. Treffen vollmundig erklärt, dass er die Zeiterfassung für besonders wichtig erachte, dass er deshalb auf das Know-How der DJK SG IGB zurückgreifen wolle, weil die St. Ingberter laut STU ebenfalls die Software Tria von Gerhard Selten [www.selten.de] benutzen. [Dabei handelte es sich leider um eine Fehlinformation durch die STU, denn in IGB wird die Selten-Software nicht genutzt]

Das Programm Tria von Gerhard Selten wird sowohl beim Triathlon in Uchtelfangen [www.tri-team-sci.de] als auch beim Schaumbergtriathlon in Tholey seit Jahren erfolgreich und ohne Komplikationen eingesetzt und bietet neben einer für freeware unfassbaren Funktionsfülle sogar ein brauchbares Handbuch.

Mangels Unterstützung durch die Agentur Niedermeier und Mangels Vertrauen meiner Marpinger Vorstandsmitglieder in das von mir vorgestellte Zeiterfassungkonzept [ich hatte außer mir selbst im Ziel noch zwei weitere Personen mit Laptops am Schwimmausstieg und beim Wechsel Rad-Lauf vorgesehen, um die Splitzeiten ermitteln zu können] beschlossen wir dann einstimmig, dass es in der Ergebnisliste nur eine Endzeit ohne Splitzeiten geben wird.

Auf diesen Überlegungen basierte dann die endgültige 2. Variante der Ausschreibung: Ausschreibung 1. Staffeltriathlon der Kommunen

In den beiden Tagen vor der Veranstaltung legte ich dann gemeinsam mit Christoph Sahner vom Innenministerium die Startgruppen für den samstäglichen Wettkampf fest, wobei sich leider bzw. zum Glück – wie man es nimmt – nur 36 Staffeln angemeldet hatten.

Darauf hin schickte ich an die mir persönlich bekannten Teilnehmer folgende Email:

Hallo Sportsfreundinnen, hallo Sportsfreunde,

als Zeitnehmer vom ausrichtenden Verein LTF Marpingen habe ich gemeinsam mit Christoph Sahner vom Innenministerium die als Anhang beigefügte Teilnehmerliste erarbeitet.

Mein besonderer Dank an Andreas Sahner vom Schwimmclub Illingen, der mir mit Rat und Tat zur Seite stand.

Wir haben bei der Erstauflage dieses Wettkampfes zwar „nur“ 36 Staffeln am Start, doch ein Blick in die Startliste zeigt, dass der Ausdruck „klein aber fein“ für das Starterfeld wohl nicht übertrieben ist.

Grundsätzlich starten in der Startgruppe 1 um 14:30 Uhr die reinen Herren-Teams, während um 14:50 die Mixed-Mannschaften und die drei reinen Damen-Teams an den Start gehen.

Ein sportlicher Höhepunkt in der Startergruppe 1 ist sicherlich die Teilnahme von unserem erfolgreichen Olympia- und EM-Teilnehmer Andreas Waschburger, der mit dem Radprofi Michael Hümbert bestimmt eine tolle Vorleistung für den Läufer Thomas Immand erreichen wird. Mir scheint aber trotzdem nicht sicher ob dieses Top-Team automatisch gewinnen wird.

Mindest ebenso spektakulär wird in der 2. Startgruppe sicher der Dreikampf der Bürgermeister Dr. Armin König, Markus Fuchs und Thomas Redelsberger auf der Bahn 6. Um dieses nicht nur sportlich sondern auch politisch hochbrisante Wettschwimmen zu ermöglichen haben wir die eigentliche Systematik durchbrochen und das reine Herren-Team Illingen 1 den Mixed-Teams zugeordnet.

Wenn der Wetterbericht sich bewahrheit, werden wir optimale Bedingungen vorfinden, sodass ich mich jetzt schon riesig auf den Wettkampf und das Treffen vieler alter Bekannter freue.

Mit sportlichen Grüßen

Manfred Meiser

Raceday:

Schwimmen: Nachdem sich im Orga-Team die Meinung herauskristallisierte, dass es menschenunmöglich ist das Becken im Heiligen Bad selbstständig zu verlassen, wurde beschlossen, dass nach Beenden des Schwimmparts der vor der Schwimmhalle wartende Radler per Mikrofondurchsage auf die Reise geschickt wird. Ich war da eher skeptisch, weil mir dadurch das spezielle „Triathlon-Feeling“ etwas verloren ging, muss aber gestehen, dass sich das System bewährt hat. Zum einen hat man so die Unfallgefahr beim Verlassen von Becken und Bad und beim Abklatschen der Radfahrer nahezu ausgeschlossen, zum anderen könnte es bei einem Termin Ende September auch noch kühler sein, als die 17-18 Grad, die am Wettkampftag herrschten.

Das Schwimmen an sich funktionierte bei in der Regel nur 2 Schwimmern pro Bahn ausgezeichnet, wobei der Olympiateilnehmer und dreifache EM-Medaillengewinner Andreas Waschburger erwartungsgemäß mit einer Zeit von 3:01 min der mit Abstand Schnellste war, obwohl er – wie er mir keuchend am Beckenrand mitteilte – die ersten 100 m deutlich zu schnell (ca 57 Sekunden) angegangen war. Sonderbar, dass es der Agentur Niedermeierplus nicht gelang, die zuvor in 4 Farben besorgten Bademützen auf 2-3 Teilnehmer pro Bahn korrekt zu verteilen, denn der Einfachheit halber bekamen fast alle gelbe Bademützen.

Das Wettschwimmen der Bürgermeister gewann zu meiner großen Verwunderung Dr. Armin König, wobei mir im Nachhinein eingefallen ist, dass sich da gerade beim Heusweiler Bürgermeister Thomas Redelberger die restriktive und wie ich finde höchst unsoziale Schwimmbadschließung bitterböse gerächt hat [Fairerweise muss ich sagen, dass dieser damals noch nicht in Amt und Würden war]. Auch bei anderen Gemeinden und Behörden, die zum Teil große Probleme hatten, überhaupt Schwimmer zu finden, zeigte sich, dass wir schwimmtechnisch nicht nur auf Olympianiveau ins Bodenlose sinken. Ins Bild (und sogar in die BILD-Zeitung) passte da, dass der Schiffweiler Bürgermeister Markus Fuchs sich auf der 300-m-Schwimmstrecke so verausgabt hatte, dass er vom Notarzt abtransportiert werden musste. [Zum Glück hat er sich laut Bild aber schnell wieder erholt]

Radfahren: Das Radfahren fand auf einer ca 7 km langen technisch anspruchslosen aber konditionell fordernden „Waldautobahn“ rund um den Schwarzenberg statt, die zweimal zu durchfahren war. Zu gerne hätte ich dabei die einzelnen Radzeiten gesehen, denn offensichtlich war Edwin Koch von den LTF Marpingen nicht viel langsamer als der Radprofi Michael Hümbert [dieser brauchte laut LSVS – siehe unten – knapp 26 min] unterwegs!?

Probleme gab es wohl beim Verteilen der Rundenbändchen, wobei ich mich frage wie das bei Triathlons geschieht, bei denen mit Rennrad gefahren und somit die Bändchen naturgemäß bei einem deutlich höheren Tempo ausgegeben werden.

Zum Glück ist niemand gestürzt, denn gerade die schnell Bergabpassage ab dem „Hexentanzplatz“ bereitete mir beim Abfahren der Strecke im Vorfeld große Sorge.

Laufen: Wie nicht anders zu erwarten gestaltete sich das Laufen auf der 3 – 3,5 km langen „grünen Runde“ (diese war ebenfalls zweimal zu laufen) relativ unspektakulär und war wohl für die meisten Teilnehmer eine recht einsame Angelegenheit. Schade, dass Raphael Schäfer nicht mehr beim Innenministerium tätig ist, schade auch, dass doch verblüffend viele Kommunen (wo war Elversberg?) und vor allem Behörden (Im Bereich des Finanzministerium blieb die Ausschreibung wohl unter Verschluss!?) gar nicht vertreten waren.

Zeiterfassung: Im Gegensatz zu meinen Vorstands- und Orga-Teams-Kollegen hätte ich gerne die Splitzeiten ermittelt, sodass ich mit Hilfe der Bahnenzähler zumindest die Schwimmzeiten stoppen ließ und später händig im System nacherfasste. Sicherheitshalber hatte ich einen 3. Laptop im Gepäck, doch leider war der Zieleinlauf zu weit von der Wechselzone 2 entfernt, sodass es nicht möglich war von dort die Startnummern einzusehen. Mal sehen ob ich bei der Zweitauflage in 2013 größere Unterstützung erfahren werde. Andererseits hatten wir auch so schon 72 Helfer im Einsatz!

Ein Blick in die Ergebnisliste zeigt, dass tatsächlich das Dream-Team des Innenministerium gewann, überraschend war für mich allerdings der knappe Abstand zu dem Teams aus Losheim und aus Tholey (incl. meinen Vereinskollegen Thomas Groß und Edwin Koch).

Zieleinlauf der letzten Mannschaft war um 16:43 Uhr, sodass ich etwa um 16:45 in Ergebnislisten erstellt und ausgedruckt hatte. Seit 16:30 Uhr wurde ich wie üblich im Minutentakt gefragt wann denn endlich die Siegerehrung stattfindet, da diese aber durch den Staatssekretär Jungmann durchgeführt wurde und zudem die Urkunden vom Olympioniken Sahner in liebevoller Handarbeit geschrieben wurden blieb der ursprünglich anvisierte Termin von 17:30 Uhr bestehen, wobei sich das dann aus mir nicht bekannten Gründen leider doch noch um 10 min verschob.

Immer noch schockiert bin ich von der Reaktion eines mir namentlich nicht bekannten Teilnehmer, der sich an unserem Zeitnehmertisch bitterbös darüber beschwerte, dass die Profis vom Innenministerium ganz normal in der Wertung stünden und nicht außer Konkurrenz starteten. Hämisch merkte er an, dass sicherlich deshalb im nächsten Jahr keine Teams mehr an den Start gehen werden.

Ich hoffe, dass ich nicht der Einzige bin, der die Teilnahme von Olympiateilnehmern oder Profisportlern bei Provinzveranstaltung als eine große Geste gegenüber Veranstalter und den übrigen Teilnehmern betrachtet. Ansonsten habe ich die Ausschreibung mehrfach nachgelesen und keine Passage entdeckt, die ambitionierten Sportlern die Teilnahme versagt hätte.

Offenbar kann man da wohl tatsächlich unterschiedlicher Meinung sein, erhielt ich doch folgende Mail …

Offenbar stieß die Promi-Beteiligung ja auf ein gemischtes Echo, hier meine Meinung dazu: ich finde es klasse, wenn auch ausgewiesene Profi-Leistungssportler mitmachen und zeigen, wie Sport aussehen kann. Vielleicht sollte so eine Promistaffel aber außerhalb der Wertung mitlaufen, da die Motivation vieler Teilnehmer wohl einen argen Dämpfer erhält, wenn das Siegen aussichtslos erscheint

Christoph Sahner meinte zu dieser Problematik nach der Veranstaltung, dass das Innenministerium im nächsten Jahr zu den beiden Profis noch einen adäquaten Läufer sucht und dann tatsächlich außer Konkurrenz startet, wobei für mich alleine schon die Bezeichnung „außer Konkurrenz“ ein gehöriges Maß an Missachtung den anderen Teilnehmern gegenüber ausdrückt. Ich stelle mir nur den Aufschrei in der Bundesliga vor, wenn Uli Hoeneß erklärt, dass er gegen die Underdogs aus z.B. Augsburg in Zukunft nur noch „außer Konkurrenz“ antritt.

In diesem Jahr siegte das Team des Innenministeriums ja nur mit 1 ½ min Vorsprung und wenn beim Team von Thomas Groß Sammy Schu gelaufen wäre und das Innenministerium „außer Konkurrenz“ auf Platz 2 gelandet wäre, hätte man sich wohl mehr als lächerlich gemacht!? Mit z.B. Raphael Schäfer als Läufer und einem Vorsprung zwischen 10 und 15 min hätte die Maßnahme aber eventuell Sinn gemacht!?

Ich gehe davon aus, dass jede saarländische Gemeinde in der Lage sein sollte, eine Staffel an den Start zu bringen, die die Distanz < 1:05 schafft, insofern wäre in diesem Jahr für keine Kommune der Sieg aussichtslos gewesen.

Manfred Meiser

Ergebnisliste 1. Staffeltriathlon der Kommunen am 22.09.2012:
el-statrikom-2012-gesamt.pdf

Siegerehrung mit Fips Wagner und den drei ersten Teams:

Siegerehrung 1. Staffeltriathlon der Kommunen 22.09.2012

Bericht vom LSVS: [Nachtrag: Dieser wurde offenbar umgehend wieder gelöscht!?]
www.lsvs.de –> Ein voller Erfolg mit Perpektive

Fotos von Jaques Wenger:
Energis-Bildergalerie mit 254 Bildern von Jaques Wenger

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16.10.2011: 5. Schaumberglauf

21/10/2011

Nachdem ich wie schon im letzten Jahr auch in diesem Jahr nicht selbst bei meinem absoluten Lieblingslauf an den Start gehen konnte, ließ ich es mir bei allerschönstem Laufwetter nicht nehmen, gemeinsam mit meinem Sohn Nils nach Tholey zu fahren, um dessen Opa Günther anzufeuern.

Schade, dass mein ehemaliger Vereinskollege Martin Schedler ebenfalls nicht startete, denn so wurde es für den bereits vor dem Lauf als 1. Berglaufcup-Sieger [www.berglaufcup.de] feststehenden Sammy Schuh (ebenfalls LTF Marpingen) doch ein recht einsames Rennen.

An meinen Fotos kann man erahnen, wie schnell Sammy den Berg hochgerannt ist, zumindest war er regelmäßig für mich und meine Kamera einen Hauch zu schnell. Seinen Zieleinlauf habe ich leider komplett verpasst, weil wir bei 4,2 km auf Opa Günther warteten. Wie man an der Ergebnisliste vom 5. Schaumberglauf am 16.10.2011 sehen kann, wurde dieser durch unsere Anfeuerungsrufe so angespornt, dass er die Strecke unter einer Stunde geschafft hat. Prima!

Wir sind dann anschließend noch zum Erlebnisspielplatz am Schaumberg, später wurde mir aber berichtet, dass es sehr große Probleme beim Erstellen der Ergebnisliste und deshalb große Verzögerungen bei der Siegerehrung gab. Dies ist schade, vor allem, weil im Rahmen der Veranstaltung auch erstmals die Saarlandmeisterschaften im Berglauf ausgetragen wurden.

[Ergebnislisten incl. EL SM]

Schade auch, dass auf der Homepage vom TUS Tholey [www.tus-tholey.de] die Ergebnislisten der Vorjahre nicht vorgehalten werden. Da ich in meiner Blog-Statistik sehe, dass regelmäßig Leute genau danach suchen, werde ich diese hier erneut veröffentlichen.

Ergebnislisten Schaumbergläufe:

Die Bestzeit von Martin Schedler aus dem Jahr 2007 hat immer noch Bestand!

Ergebnisliste vom 1. Schaumberglauf 2007
Ergebnisliste vom 2. Schaumberglauf 2008
Ergebnisliste vom 3. Schaumberglauf 2009
Ergebnisliste vom 4. Schaumberglauf 2010
Ergebnisliste vom 5. Schaumberglauf 2011

Bericht Saarbrücker Zeitung:

„Bei Sammy Schu geht’s richtig aufwärts“


24.05.2009: 2. Schaumbergtriathlon Tholey

05/03/2010

Ich habe in den letzten Tagen festgestellt, dass viele Leute in diesem Blog landen, weil sie nach der Ergebnisliste vom Schaumbergtriathlon 2009 in Tholey suchen, die der rührige Webmaster [www.das-erlebnisbad.de/triathlon.php] leider zwischenzeitlich gelöscht hat.

Insofern möchte ich hier noch mal an meinen Bericht aus dem Vorjahr inklusive Ergebnisliste erinnern.

Leider kann ich jetzt schon abschätzen, dass ich in 2010 keinesfalls besser als in 2009 in Form sein werde.


18.10.2009: 3. Schaumberglauf

18/10/2009

Obwohl mein Lauftraining derzeit alles andere als rund läuft bzw gar nicht stattfindet, wollte ich mir meine 3. Teilnahme beim 3. Schaumberglauf nicht entgehen lassen.

Bei diesem Lauf wird in Sotzweiler am Sportplatz gestartet und die Strecke zieht sich über 9,2 km und immerhin 450 Höhenmeter hinauf bis auf das Schaumbergplateau.

Schade, dass gerade in diesem Jahr meine Laufform im Keller war, denn die Bedingungen zum Laufen waren nahezu ideal: Trockene Strecke, angenehm kühle, sauerstoffreiche Luft ohne den feuchten Nebel des Vorjahres und potentielle Stolperfallen wie Wurzeln oder Steine waren vom veranstaltenden TuS Tholey [www.tus-tholey.de] rund um das Team von Bernd Morbach wieder vorbildlich gekennzeichnet. Vorbildlich organisiert auch wieder der Kleidertransport zum Ziel, wo man sich auch wieder entscheiden konnte ob man zum Start zurück läuft [wie der Hinweg ist auch dieser Rückweg von 4,nochwas km vorbildlich markiert] oder den Shuttle-Service in Anspruch nimmt.

Über meinen Lauf als solchen gibt es nahezu nichts zu sagen, außer dass ich mein zeitliches Minimalziel von 50 min knapp geschafft habe.

Erheblich mehr Gedanken hat sich unterwegs offenbar Jean-Olivier Boghossian gemacht [sein Wettkampfbericht], dessen Frau Heike mich beim Auslaufen aufsammelte und bis zum Sportplatz begleitete. Lustigerweise konnten wir dabei unser vor 2 Jahren begonnenes Gespräch nahtlos fortführen. :-)

Mal sehen ob ich mich im nächsten Jahr [Termin 4. Tholeyer SchaumBerglauf: 17.10.2010] meiner Wunschzeit von 45 min nicht ein bisschen mehr nähern kann!

[Bericht von Martin Schedler incl Fotos]

[Ergebnisliste]


24.05.2009: 2. Schaumbergtriathlon Tholey

24/05/2009

Zum 2. mal fand am Fuße des Schaumbergs in Tholey im „Erlebnisbad“ ein Triathlon über die Distanzen 300 m Schwimmen – 25 km Radfahren – 4,5 km Laufen (optimal für Nichtschwimmer!) statt und nachdem mir die Veranstaltung im letzten Jahr ausgesprochen gut gefallen hatte, war ich natürlich auch in diesem Jahr dabei.

Schwimmen: Das Schwimmen im Hallenbad ist sicherlich nicht jedermanns Ding, mir aber allemal lieber als der Sprung in die Saar. Die Bahn teilte ich mir nur mit 3 weiteren Personen, einem „alten Hasen“, der eine Zeit von 4:30 min für die 300 m anvisierte und 2 „Rookies“ (ein Ehepaar), die vor ihrem ersten Triathlon mächtig nervös waren. Beim Schwimmen kamen wir uns kaum in die Quere und mit meiner Schwimmzeit von 5:55 war ich zufrieden, obwohl ich meine „Weltrekordzeit“ vom letzten Jahr knapp verpasste.

Wechsel 1: Ein weiterer großer Vorteil des Triathlons neben der Infrastruktur des Hallenbades ist die Wechselzone: Grüner Rasenteppich vom Schwimmbad bis in selbige, dort hängen die Räder dann an den altbewährten Ständern aus Illingen, überschauliche und für alle gleiche Laufwege, zudem würde der asphaltierte Parkplatz auch bei schlechtem Wetter eine Schlammschlacht verhindern, zum Glück war aber genau wie im letzten Jahr tolles Wetter, obwohl es am Morgen noch nach einem Gewitter aussah.

Einziger Nachteil: Die Wechselzone ist doch etwas weitläufig, so dass ich erst nach knapp über 8 min auf dem Rad saß.

Radfahren: Die Radstrecke wurde gegenüber der Erstauflage verändert, was ich leider erst am Samstag Abend erfuhr. So gab es neben der Leitzweiler Bergwertung noch eine zweite ca 3 km lange Steigung bei Selbach, die aber recht angenehm zu fahren ist. Trotzdem hat sie mir doch einige Körner geraubt, so dass ich auf der langen Gerade zwischen Selbach und Tholey nicht mehr den erhofften Raddruck hatte. Trotzdem hatte ich nach schier endlosen 49 min (für 25 km) mein Rad wieder in der Wechselzone deponiert, wohlwissend, dass mir nun die 3. Bergwertung des Tages blühte.

Laufen: Das Erklimmen des Schaumberges von der Wechselzone aus machte mir wider Erwarten weniger zu schaffen als im Vorjahr. So habe ich die nur ca 4,5 km lange mit 20:30 min fast eine min schneller als im letzten Jahr geschafft.

Meine Endzeit von 1:18:32 reichte dann immerhin zu Platz 77 von 207 Finishern.

Mit ein bisschen weniger Gewicht und ein bisschen mehr Radtraining sollte im nächsten Jahr aber durchaus eine Zeit von 1:15 im Bereich des Möglichen sein …. (???)

Zur meiner großen Freude traf ich auf dem letzten km der Laufstrecke meine Frau, die mich dann sogar noch zum gemeinsamen Auslaufen (ebenfalls ca 4,5 km) motivieren konnte.

Anschließend bin ich noch 500 m ausgeschwommen, bin dann aber lange vor der Siegerehrung nach Hause gefahren, weil am Nachmittag noch die Einweihung der „Nilseburg“ auf dem Terminplan stand!

Ein Toller Tag! :-)

[Bilder von Energis]

[Ergebnisliste Schaumbergtriathlon 2009]

[Bericht von Karsten Ulrich auf der Seite der Marpinger Triathlonabteilung]


19.10.2008: 2. Schaumberglauf

19/10/2008

Nachdem ich bei dem knapp über 9 km langen Berglauf von Sotzweiler bis zum Schaumberglauf im letzten Jahr mein Wettkampfcomeback nach fast zweijähriger Pause mit einer überraschend guten Leistung gefeiert habe, war ich sehr gespannt was mich bei dem Lauf in diesem Jahr erwartet. [Bericht 2007]

Besonders freut mich, dass mich dabei neben meinem Schwiegervater [2. Platz in M 60!!!] auch meine Frau Simone und diverse Prominenz aus dem Laufen-im-Saarland-Forum begleitete. :-)

Zu meinem Lauf:
Leider sind wir auch Drängen meiner beiden Mitfahrer erst auf den letzten Drücker nach Tholey gefahren, so dass ich mich a) nur ca 5 min einlaufen konnte und b) am Start viel zu weit hinten platziert war, so dass ich nach dem Startschuss erst einmal 20 Sekunden auf der Stelle stand.

Genau so wie im letzten Jahr habe ich unterwegs trotz Kilometrierung kein einziges mal zur Uhr gesehen, obwohl ich mir vorgenommen hatte, meine Vorjahreszeit von knapp über 50 min um mehr als 2 min zu verbesseren, d.h. meine angepeilte Zielzeit betrug knapp unter 48 min.

Nach knapp über einem Kilometer hatte ich mich aus dem Pulk befreit, musste dann aber in der Ferne erkennen, dass die Spitze zu diesem Zeitpunkt bereits knapp vor Kilometer 2 war.

Genau wie im letzten Jahr waren heute auch wieder gefährliche Wurzeln vorbildlich mit Kreide gekennzeichnet, lästig hingegen, dass meine Brille stark beschlagen ist, so dass ich diese fast den kompletten Lauf in der Hand halten musste. Ebenfalls lästig war die Tatsache, dass sich an der Innenseite des linken Fußes im aufgrund des Profils für die Strecke sehr gut geeigneten Salomon Trail Comp eine kleine Blase bildete.

Schaumberglauf 2008 Zieleinlauf Ironmanni

Schaumberglauf 2008 Zieleinlauf Ironmanni

Im Ziel angekommen konnte ich dann feststellen, dass ich mir meine Kräfte sehr gut eingeteilt hatte, wahrscheinlich zu gut, denn gefühlsmäßig hätte ich den Berg ein 2. mal erklimmen können. Mit meiner Endzeit von 47:52 min hatte ich zudem meine Zielzeit punktgenau erreicht was für mich zum 5. Platz in der M 40 (von immerhin 30!) reichte.

Schaumberglauf 2008 Zieleinlauf Sprintmaus

Schaumberglauf 2008 Zieleinlauf Sprintmaus

Noch mehr gefreut hat mich aber natürlich, dass Simone mit ihrer Zeit von 56:43 min ihr Ziel „unter 1 Stunde“ deutlich erreicht hat.

Platz 2 in der AK 60

Platz 2 in der AK 60

Toll auch der 2. Platz in der M 60 von meinem Schwiegervater, der seine Vorjahreszeit um mehr als 3 min verbessern konnte.

Ergebnisliste Schaumberglauf 2008

Ergebnisliste Schaumberglauf 2007


22.06.2008: 1. Schaumberg Triathlon

22/06/2008

Schwimmen:
Die Tatsache, dass das Schwimmen im Tholeyer „Erlebnisbad“ (=Hallenbad) stattfindet, erschien mir im Vorfeld als kleiner Nachteil, entpuppte sich aber aufgrund der prima Infrastruktur in und um das Bad als echter Standortvorteil.

Nachdem ich neuen Weltrekord über die 300 m geschwommen war (5:43 min sind zwar objektiv schlecht, für mich aber super, nähere ich mich doch der mir im Jahre 2004 selbst auferlegten Quali-Zeit von 30 min für 1.500 m für meine 2. Teilnahme bei einer Kurzdistanz), stellte ich erfreut fest, dass der Veranstalter direkt hinter dem Hallenbad einen grünen Rasenteppich für die Teilnehmer ausgerollt hatte. So habe ich bereits auf dem Weg in die großzügig angelegte Wechselzone den ein oder anderen Teilnehmer meiner Startgruppe überholt, der „noch schneller als ich“ aus dem Wasser kam.

Radfahren:
Aufgrund der Weitläufigkeit der Wechselzone dauerte es dann schier endlose 8 min bis ich endlich mit dem Radfahren beginnen konnte, das ja eigentlich meine Lieblingsdisziplin darstellt, unterwegs merkte ich aber leider nur zu gut, dass ich mir die nicht vorhandene Zeit, die Strecke wenigstens einmal abzufahren, hätte nehmen sollen. [Vorbildlich übrigens, dass sich ein genauer Streckenplan seit Monaten auf der Homepage des Veranstalters befand]

Nachdem ich die Radstrecke nur zum Teil kannte, aber mindestens einen 30-er Schnitt fahren wollte, was bei der Streckenlänge von 22 km eine Fahrzeit von 44 min bedeutet hätte, stellte ich meinen Tacho von Anfang an in die Position AVS, wohlwissend, dass dieses Tempo bis Sotzweiler kein Problem sein würde. Was allerdings ein echtes Problem darstellte, war die vom aus Illingen importierten Sprecher Hans-Jürgen Biehler prognostizierte erreichbare Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h auf der Abfahrt von Tholey nach Sotzweiler.

Wenn ich mich recht erinnere war bei mir bereits bei 68 km/h das Maximum erreicht, bevor es dann auf dem Weg von Sotzweiler über Theley nach Selbach galt, alle Höhenmeter, die man zuvor hinunter gerollt war, wieder zu erklimmen.

Dabei freundete ich mich unterwegs mit einem Athleten an, der in ca. 30 cm Sicherheitsabstand hinter mir radelte und einen bösen Blick meinerseits mit dem Satz „Es geht mir nicht um den Windschatten, aber ich kann auch nicht schneller!“ erwiderte.

Zum Glück oder leider konnte ich ihn dann in Selbach endlich abschütteln, wobei ich ab dann der einsamste Mensch der Welt war, um so froher war ich dann, dass ich bereits nach einer Radzeit von ca 41 min wieder in die Wechselzone kam.

Laufen:
Da ich die Laufstrecke im Gegensatz zur Radstrecke leider nur zu gut kannte, meine Stoppuhr bei Verlassen der Wechselzone aber schon über 50 min anzeigte war mir klar, dass ich mein ehrgeiziges Zeitziel von 1:10 Stunden nicht mehr erreichen konnte, zumal mein erster „Lauf“kilometer doch eher die Anmutung einer zünftigen Bergwanderung hatte. Nachdem ich den sog. „Herzweg“ erklommen hatte, gelang mir dann aber doch ein vergleichbar runder Lauf, schade nur, dass ich weiterhin völlig alleine unterwegs war. Umso froher war ich dann, als mir nach ca 3,5 km plötzlich meine Frau entgegen gelaufen kam, die am frühen morgen noch nicht wusste ob sie nach Tholey nachkommen würde. Die Tatsache, dass sie mich bis ins Ziel begleitete, spornte mich dann so an, dass ich mich auf den letzten Metern regelrecht ins Tal stürzte, so dass ich Dank der maximal 4,5 km langen Laufstrecke mit einer Endzeit von 1:10:12 im Ziel war, wobei ich dort sofort im Gespräch mit Mustafa Okyay erfuhr, dass dieser „nur“ genau 10 min schneller als ich war.

Das reichte bei 136 Startern immerhin zu Platz 34 und zu Platz 8 in meiner AK von 29 Teilnehmern.

[weiterer Bericht von Thomas Groß]

[Infos auf der Homepage vom Veranstalter: www.das-erlebnisbad.de/triathlon.php]
[Ergebnisliste]
[„I’m walking“] (Foto von mir beim Bergwandern)
[Jede Menge Fotos von Markus Lutz]